Sommerschnitt bei Rosen: So blühen sie bis in den Herbst | Reider

Sommerschnitt bei Rosen

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Sommerschnitt bei Rosen

So blühen eure Rosen bis in den Herbst hinein

Eure Rosen sind verblüht? Das bedeutet noch lange nicht das Ende der Blütezeit. Mit nur wenigen Schnitten unterstützt ihr eure Rosen dabei, neue Knospen zu bilden und noch wochenlang weiterzublühen.

Der Sommerschnitt bei Rosen gehört zu den wichtigsten Maßnahmen in der Rosenpflege. In diesem Beitrag zeigen wir euch, worauf ihr dabei achten solltet, welches Werkzeug ihr benötigt und wie ihr Schritt für Schritt vorgeht. Bevor ihr zur Schere greift, lohnt sich aber ein Blick darauf, warum der Schnitt überhaupt notwendig ist und welche Rosen davon profitieren.

Warum werden Rosen im Sommer geschnitten?

Nach der Blüte beginnt die Rose, Hagebutten zu entwickeln. Dafür steckt sie viel Energie in die Samenbildung und weniger in die Bildung neuer Blüten.

Bei öfterblühenden Rosen, zum Beispiel vielen Strauchrosen, Edelrosen oder Beetrosen, werden deshalb die verblühten Blüten entfernt. So kann die Rose ihre Energie in neue Triebe und Knospen stecken und weiterblühen.

Bei Wildrosen, Apfelrosen, Kartoffelrosen und anderen einmalblühenden Rosen sieht es anders aus: Hier dürfen die Hagebutten an der Pflanze bleiben. Sie sind nicht nur ein schöner Fruchtschmuck im Herbst und Winter, sondern auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere.

Bestimmte Hagebutten, vor allem von Wildrosen, können auch vom Menschen genutzt werden und sind für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt.

Das richtige Werkzeug

Für den Sommerschnitt bei Rosen braucht ihr nicht viel – wichtig ist vor allem, dass das Werkzeug sauber und scharf ist.

Das solltet ihr bereithalten:

  • Eine scharfe Rosenschere:

Eine gut geschliffene Schere sorgt für saubere Schnittstellen und verhindert, dass die Triebe gequetscht werden.

  • Gartenhandschuhe:

Sie schützen eure Hände vor den Dornen und erleichtern die Arbeit.

Profi-Tipp: Reinigt und desinfiziert eure Schere regelmäßig, um die Übertragung von Krankheiten zwischen verschiedenen Pflanzen zu vermeiden.

So gelingt der richtige Schnitt

Verblühte Blüten: Beginnt damit, alle verblühten Blüten zu entfernen. Schneidet den Blütenstiel nicht direkt unter der Blüte ab, sondern folgt ihm ein Stück nach unten. Der richtige Schnitt erfolgt etwa 5 Millimeter über einem kräftigen, fünfteiligen Blatt. Aus dieser Stelle kann die Rose anschließend neue Blütentriebe bilden.

Setzt die Schere leicht schräg an, damit Regenwasser gut ablaufen kann und die Schnittstelle schneller abtrocknet.

Abgestorbenes: Vergesst nicht, außerdem einen Blick auf die gesamte Pflanze zu werfen. Entfernt schwache, beschädigte oder vertrocknete Triebe sowie gelbe und verdorrte Blätter an der Pflanze und rund um den Rosenstock. Das hilft dabei, eure Rose gesund und vital zu erhalten.

Wildtriebe: Sollte eure Rose Wildtriebe bilden, müssen diese ebenfalls entfernt werden. Sie wachsen unter der Veredelungsstelle und können der Rose Energie zum Wachsen nehmen. Ihr erkennt Wildtriebe meist daran, dass sie anders aussehen als die anderen Triebe, besonders kräftig wachsen und oft stärker bestachelt sind. Entfernt sie am besten direkt an der Ansatzstelle.

Durch diese Pflegemaßnahmen bleibt eure Rose kräftig und kann ihre Energie gezielt in neue Triebe und Blüten investieren.

Rosen für die Herbstblüte stärken

Damit eure Rosen im Herbst noch einmal viele Blüten bilden können, solltet ihr sie jetzt noch ein letztes Mal düngen. Verwendet dafür am besten einen speziellen Rosendünger mit erhöhtem Kaliumanteil – das stärkt die Rose für die kommende kalte Jahreszeit.

Ab Ende August solltet ihr jedoch auf das Düngen verzichten. Späte Düngergaben fördern das Wachstum junger Triebe, die bis zum Winter nicht mehr ausreifen können und dadurch frostempfindlicher sind.

 

 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eure Rosen noch einmal genau anzuschauen. Mit dem richtigen Sommerschnitt, etwas Pflege und der passenden Düngung schafft ihr die besten Voraussetzungen dafür, dass sie gesund bleiben und noch bis in den Herbst hinein weiterblühen.

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